Abstimmungsempfehlungen vom 25.11.2018

Die Jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) haben an ihrem Stamm die Parolen zu den Abstimmungen vom 25. November 2018 gefasst. Die anwesenden Mitglieder sagen jeweils einstimmig Nein zur Selbstbestimmungs- und Hornkuh-Initiative und Ja zur Änderung der gesetzlichen Grundlage für die Überwachung von Versicherten.


Einstimmig Nein zur Hornkuh-Initiative
Die Mitglieder der JFAR lehnen die Hornkuh-Initiative entschlossen ab. Wir bezweifeln, dass eine Umsetzung der Initiative zu einer Förderung des Tierwohls in Schweizer Ställen beiträgt, da mehr BäuerInnen zu einer Haltung der unenthornten Tiere in Anbindeställen tendieren dürften, was kontraproduktiv ist und das Tierwohl nicht fördert.

Ja zur Änderung der gesetzlichen Grundlage für die Überwachung von Versicherten
Uneiniger waren sich die Jungfreisinnigen bei den Parolen zur Überwachung von Versicherten. Die Methoden der Überwachung von Sozialversicherten entsprechen einer klaren Verletzung der Privatsphäre. Trotzdem gewichten die JFAR den Missbrauch von sozialen Leistungen und den finanziellen Aspekt höher und gravierender gegenüber dem Eingriff in die Privatsphäre und haben aus diesem Grund die Ja-Parole zur Gesetzesänderung gefasst.

Einstimmig Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative
Die Selbstbestimmungs-Initiative wurde von den Mitgliedern der JFAR wiederum einstimmig abgelehnt. Sie befürchten durch die Annahme der Initiative eine grosse Rechtsunsicherheit, die sowohl für alle PrivatbürgerInnen, als auch alle Unternehmen in der Schweiz zu grossen Problemen führen könnten, da die weitere Anwendung aller bisherigen Abkommen unsicher würde. Zudem stehen sie hinter dem Europäischen Gerichtshof als zusätzliche juristische Instanz und betonen, dass man bestehende Verträge, die nicht mehr den Interessen der Schweiz entsprechen, bereits heute künden kann und sie nicht pauschal mittels Initiative aufs Eis legen sollte.
Sie äusserten sich zudem kritisch zum Ton der im derzeitigen Abstimmungskampf angeschlagen wurde- der Populismus beider Seiten hat Nichts mit einer konstruktiven, erwachsenen Politik zu tun.

Auskünfte:
Livia Wyss, Präsidentin, Tel. 078 879 48 16, livia.wyss@jfar.ch
Anneliese Looser, Kommunikation, Tel. 079 621 61 03, anneliese.looser@jfar.ch

2018-11-22T17:55:18+00:0022. November 2018|