Bericht über a.o. Kongress vom 30.11.2019

Aufgrund des Rücktritts vom Präsidenten der Jungfreisinnigen Schweiz und dem jüngsten Nationalrat der Schweiz, Andri Silberschmidt, wurde ein ausserordentlicher Kongress einberufen. Dieser wurde von der Sektion Zürich organisiert und fand im Zunfthaus Weisser Wind statt.

Das traditionelle Zunfthaus sorgte bereits zu Beginn für eine einladende Atmosphäre. Nach einer kleinen Verzögerung konnte der Kongress dann auch schon durch die Grussworte des Zunftmeisters der Zunft zum Weggen Christian Städeli beginnen. Dieser lockerte die Stimmung mit seiner Rede, in der er die Werte unserer Partei und dieser seiner Zunft verglich, noch zusätzlich auf. Danach folgten noch ein paar Grussworte von Sina Rüdisüli, der Geschäftsführerin der FDP Zürich. Sie musste als gebürtige Ostschweizerin auf die harte Tour lernen, dass so manches in der Zunftstadt Zürich anders funktioniert. So wurde sie beispielsweise bereits einmal dezent darauf hingewiesen, dass man keine Sitzung auf den Nachmittag des Sechseläutens ansetzt.

Nach den Grussworten folgte der ernstere Teil. Mit insgesamt 10 Traktandumspunkten waren die Jungfreisinnigen bereit in den Nachmittag zu starten. Als erstes Traktandum stand die Wahl der Stimmzähler und die Genehmigung des letzten Protokolls an. Durch die gute Vorbereitung des Vorstandes konnte dies schnell abgehakt werden.

Beim nächsten Traktandenpunkt ging es bereits um die Verabschiedung unseres langjährigen Präsidenten Andri Silberschmidt. Dieser durfte sich ein letztes Mal an die Jungfreisinnigen Schweiz wenden. Er tat dies mit einer feurigen Rede, in welcher er einerseits einen Rückblick auf die erreichten Ziele während seiner Laufzeit machte. Andererseits legte er noch einmal klar dar, dass er die Werte des Jungfreisinns auch weiterhin im Parlament vertreten werde. Darauf folgte die Verabschiedung von ihm durch den Vorstand, die am Schluss durch ein Video seiner besten, aber auch lustigsten Momente gekrönt wurde. Mit einer Standing Ovation dankten ihm die Anwesenden für die geleistete Arbeit.

Anschliessend folgte der Höhepunkt des Kongresses, die Wahl eines neuen Präsidenten. Mit den zwei hervorragenden Kandidaturen von Matthias Müller und Gian Brun hätte die Wahl nicht schwieriger sein können. Nach diversen Fragen, Voten und einem Ordnungsantrag zur geheimen Wahl, welcher angenommen wurde, konnte sich Mathias Müller als neuer Präsident feiern lassen. Sichtlich gerührt tritt er vor das Publikum bedankte sich für das ausgesprochene Vertrauen. Er betonte dabei noch einmal, welche Ziele er nun verfolgen möchte. Wir Jungfreisinnigen Appenzellerland gratulieren ihm an dieser Stelle ganz herzlich zu der gewonnen Wahl.

Da die Auszählung der Stimmen für die Präsidiumswahl einige Zeit in Anspruch nahm, wurde die Parole zur Revision des Bundesgesetzes über elektronische Identifizierungsdienste durchgeführt. Dabei weibelte Markus Naef (CEO SwissSign) für die Revision, dessen Meinung die Jungfreisinnigen gefolgt sind. Aufgrund der mittlerweile fortgeschrittenen Zeit und zum Wohlwollen der langsam hungrig werdenden Delegierten wurde der Ordnungsantrag zur Verschiebung des Traktandums Statutenänderung angenommen.

Die letzten Traktanden blieben somit die Fassung der Parole zur Revision des Antidiskriminierungsgesetzes sowie die Präsentation des aktuellen Standes zur Renteninitative durch Patrick Eugster. Die Erleichterung unter den hungrigen Delegierten, dass diese Punkte ohne grossen Zeitaufwand erledigt werden konnten, war sichtlich zu spüren. Dabei wurde beim Antidiskriminierungsgesetz die Ja-Parole gefasst.

Endlich war es soweit und alle Delegierten verschoben mit einer Verspätung von gut einer halben Stunde in das Restaurant Commihalle nahe beim Central in Zürich. Auch die lange Schlange vor dem Buffet konnte die Freude auf das verdiente Abendessen nicht trüben. Anschliessend stürzten sich einige Delegierte noch in das Nachtleben von Zürich. Im Club Bellevue konnten einige die spannende Diskussionen weitergeführt werden, wenn auch nicht mehr in ganz nüchternem Zustand. Andere entschieden sich dabei den Kongress mit auf der Tanzfläche ausklingen zu lassen.

An dieser Stelle gebührt natürlich der Dank an die Jungfreisinnigen Zürich für die großartige Organisation dieses ausserordentlichen Kongresses.