Kongress der Jungfreisinnigen Schweiz 2019

Am Abend des 15. März 2019 war es wieder so weit. Mit dem Apéro mit Bundesrat Ignazio Cassis fiel der Startschuss des diesjährigen Kongresses der Jungfreisinnigen Schweiz. Die JFAR reisten dabei mit acht Mitgliedern an und konnten den Kongress massgeblich mitprägen.

Der Samstagmorgen begann wie üblich mit der Genehmigung des Protokolls des letztjährigen Kongresses sowie den Abstimmungen über die Jahresrechnung und das Budget. Danach richtete Präsident Andri Silberschmidt das Wort an die Teilnehmer und stimmte sie auf das Wahljahr 2019 ein. Weiterhin wurde der Beitritt zum Verein «Cannabis Consensus Schweiz» beschlossen, der sich die Legalisierung von Cannabis zum Ziel gesetzt hat. Ausserdem verabschiedeten die Jungfreisinnigen ihre Leitlinien in der Klimapolitik, anhand welcher nun ein Positionspapier ausgearbeitet werden soll. Noémi Roten präsentierte anschliessend ihre Initiative «Service Citoyen», welche die Einführung eines generellen Bürgerdienstes vorsieht.

Am Nachmittag wurde nach einer angeregten Debatte die Ja-Parole zur Anpassung des Waffengesetztes gefasst. Danach referierten Dr. Roberto Balzaretti (Staatssekretär EDA) und Dr. Paul Widmer (alt Botschafter) über das Rahmenabkommen mit der EU und standen für Fragen zur Verfügung. Anschliessend folgte das politische Highlight des Kongresses: Alt Bundesrat Kaspar Villiger hielt eine flammende Rede über Fortschritt, Liberalismus und die derzeitige Entwicklung der Politik. Für sein rhetorisches Feuerwerk wurde er vom Kongress mit einer langanhaltenden Standing Ovation belohnt. Wer diese Rede verpasst hat oder gerne nachlesen will, der findet sie am Ende dieses Artikels. Der politische Tag endete schliesslich mit einer Debatte über eine geplante Renteninitiative. Am Abend wurde jedoch nach einem gemeinsamen Nachtessen, so wie es die Tradition will, bei bester Stimmung bis spät in die Nacht gefeiert.

Der Sonntag begann dann mit den Vorstandswahlen, bei welchen sämtliche bisherigen Vorstandsmitglieder bestätigt wurden. Nicolas Jutzet (Präsident JFNE) wurde zudem als Nachfolger des zurückgetretenen Michele Barone zum Co-Vize-Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz gewählt wurde. Alle Gewählten wurden von den JFAR einstimmig unterstützt. Weiterhin wurden die FDP-Delegierten gewählt und ein Positionspapier zum Datenschutz wurde verabschiedet. Bei der Podiumsdiskussion zum E-Voting Moratorium dann vertrat Claudio Bruderer von den JFAR die Nein-Parole. Der Kongress bekundete allerdings seine Unterstützung für das Moratorium. Unsere Delegation lehnte dieses entschieden ab.

Der Kongress endete mit den Anträgen auf verschiedene Statutenänderungen. Die Abstimmung über diese wurde allerdings, dank eines Ordnungsantrags der Sektionen AR und UR, auf den ausserordentlichen Kongress am 25. Mai vertagt.

Die Jungfreisinnigen Ausserrhoden bedanken sich bei den Jungfreisinnigen Vaud für einen ausserordentlich produktiven, erfolgreichen und unterhaltsamen Kongress und freuen sich bereits auf den Kongress in einem Jahr.

Fortschritt.KongressJungfreisinnige.März2016
2019-03-20T23:44:03+00:0020. März 2019|