Kongress jungfreisinnige Schweiz 2017

Vergangenes Wochenende haben die jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) den Kongress der jungfreisinnigen Schweiz (JFS) besucht. Zu siebt sind die JFAR nach Lausanne gereist um an einem der jährlichen Höhepunkte der jungfreisinnigen Agenda teilzunehmen.


An diesem Kongress wurden einige zukunftsweisende Entscheide getroffen. So wurden zuerst die Statuten der JFS reformiert. Neu werden alle drei Monate Delegiertenversammlungen durchgeführt werden an denen pro Kanton 5 Vertreter teilnehmen dürfen. Bei diesen Versammlungen werden die inhaltliche Ausrichtung der jungfreisinnigen Bewegung beschlossen und die Parolen zu nationalen Abstimmungen gefasst werden. Die JFAR begrüssen diese Öffnung, haben sich allerdings auch dafür eingesetzt, dass die Delegiertenzahl nicht auf 15 aufgestockt wird. Nur so ist garantiert, dass die föderale Struktur der JFS gewahrt und das Appenzellerland sich mit einer starken Stimme äussern kann.

Weiter wurde die jungfreisinnige europapolitische Position geschärft. Im entsprechenden Positionspapier (Link) sprechen sich die JFS unter anderem klar für den bilateralen Weg mit der EU aus. Jedoch müssen gewisse Anforderungen erfüllt sein. So darf nicht am Volk vorbei entschieden werden (automatische Rechtsübernahme), und Streitigkeiten zwischen der Schweiz und der EU sollen von einem gemischten Gremium und nicht vom Europäischen Gerichtshof geschlichtet werden. Ausserdem soll die Schweiz nur zur EU gute Beziehungen unterhalten. Die JFS begrüssen ausdrücklich eine Stärkung der EFTA und das Abschliessen von Freihandelsverträgen mit Drittstaaten. Auch soll die Einwanderung aus ausgewählten Drittstaaten den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechend ausgeweitet werden, solange das Schweizer Sozialsystem nicht belastet wird.

Neben diesen zwei wichtigen Anliegen beschlossen die JFS die Parole zur Energiestrategie 2050, bei der ein deutliches Nein resultierte. Bei den Abstimmungen zur Altersvorsorge 2020 und NoBillag-Initiative sollen sich die JFS zudem aktiv in den jeweiligen Ablehnungs- resp. Unterstützungskampagnen engagieren.

Auch wurde der Vorstand der JFS um 2 Mitglieder (Jill Nussbaumer (JFZG); Louise Morand (JFGE)) ergänzt, die beide von den JFAR unterstützt wurden. Die JFAR gratulieren den beiden neuen Vorstandsmitgliedern zu ihrer Wahl.

Nebst intensiven Diskussionen wurde auch dem sozialen Teil viel Platz eingeräumt. Die Nächte waren lange, die lokalen Gastronieunternehmen wurden unterstützt. Liberale Politik soll schliesslich nicht nur mit Herzblut betrieben werden, sondern auch Spass machen.

2017-04-07T11:01:05+00:00 6. April 2017|